Trio pour violon, alto et violoncelle (1999)


Partitur / Stimmen komplett GM 1774
I Moderato
II Interludio, quasi un’improvvisazione
III Movimento perpetuo, Allegro vivace, molto agitato

Das erste Trio (1999) ist bei einer dreiteiligen Gliederung einsätzig Es beginnt solistisch mit einem absteigenden Ganztonschritt in derselben Tonhöhe (e’’, d’’), zuerst der Bratsche, dann der Violine, zuletzt des Violoncellos, wobei sich die rhythmische Wertigkeit von Instrument zu Instrument verkürzt. Erst die vierte Variante in der Violine ergänzt diesen Tonschritt mit zwei weiteren Tönen der Ganztonreihe zum Hauptmotiv des Trios.
Im Mittelteil wird das vorangegangene Motiv in Form einer nahezu einstimmigen Linie variiert, die die drei Instrumente abwech-selnd wie eine Improvisation ausspielen. Ein mehrfach repetierter Akkord leitet in das Zeitmaß des schnellen dritten Teils über, der durch seine Motorik eine rhythmische Schlußvariante des ersten Teils bildet.

Ballade pour violon, alto et violoncelle (2001)


Partitur/Stimmen komplett. GM 653
I Tempo rubato
II Cantabile (comme une Berceuse)
III Allegro di molto

Zur Entstehungsgeschichte der Ballade (2001) vermerkt der Komponist, daß er bei der Niederschrift an einzelne Augenblicke in seinem Leben ohne zeitlichen Zusammen-hang gedacht habe. Angeregt von der Episode la salle des pas perdus in Patrik Modianos Roman du plus loin de l’oubli, entschied sich der Komponist, die einzelnen Fragmente in der niedergeschriebenen Form zu belassen.

3me Trio (2007) pour violon, alto et violoncelle


(Trois mouvements contrastés)

Partitur/Stimmen komplett WW 1009

I Poco adagio, tranquillo - Allegro deciso - Tranquillo - Allegro deciso - Allegro agitato - Più allegro
II Andante cantabile - Con moto (poco più mosso) - Andante
III Allegro con spirito - Poco meno mosso - Più allegro (agitato) - Presto

Das dritte Trio (2007) hat drei getrennte Sätze; sie folgen zwar dem traditionellen Schema -schnell – langsam – schnell - , werden aber durch kontrastreiche Einschübe einer ständigen metrischen Veränderung unterzogen, aus der schließlich das variable Metrum 3/8 4/8, 5/8 des dritten Satzes resultiert. Durch eine klangfarbenintensive Setzweise ist die zart schwebende Melodik des Seitenthemas im ersten Satz (Tranquillo) ausgesprochen impressionistisch empfunden, die dieses dritte Trio als das „französischste“ unter den drei Streichtrios von Ernest Sauter erscheinen läßt.